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Energy leading-edge technology for high performance gear shaping machines

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Bahnbrechende Maschine für die Zahnradherstellung könnte Energienutzung in mehreren Branchen senken

Eine neue Maschinentechnologie für Zahnräder nutzt die modernsten technischen Verfahren, um die Effizienz zu verbessern und Kosten zu senken, während ein Höchstmaß an Qualität gewahrt bleibt.

Zahnräder sind in einer Vielzahl von Branchen von zentraler Bedeutung. Aktuelle Maschinen für Zahnradformen, die Zähne mit unterschiedlichen geometrischen Profilen herstellen, sind sehr energieintensiv und verursachen ein hohes Maß an Verschmutzung. Unternehmen suchen stets nach einer besseren Marge in puncto Kosten und Energieeinsparungen. Das EU-finanzierte Projekt E-Optimum, das von dem familiengeführten Herstellungsunternehmen Comur Srl in Italien koordiniert wird, hat eine bahnbrechende Technologie für Maschinen zur Zahnradformung geschaffen. Laut dem Team wahrt die E-Optimum-Technologie nicht nur ein Höchstmaß an Produktqualität, sondern mindert auch Abfall, da Metall und Öl effizient zurückgewonnen werden. E-Optimum geht beispielsweise im Automobilsektor davon aus, dass Kunden den Energieverbrauch um 40 %, die Betriebskosten um 25 % und die Instandhaltungskosten um 15 % senken können.

Mehrere Innovationen

E-Optimum hat zu Innovationen in mehreren wichtigen Bereichen geführt. Bislang war die Umstellung des Schneidemodus ein manuelles Verfahren. Mit E-Optimum ist diese Funktion vollautomatisch, und der Betrieb ermöglicht es, den Schneidemodus während des gleichen Schneidezyklus umzustellen. Dies verbessert die Effizienz des Schneideverfahrens, während die menschliche Arbeitszeit und die damit verbundenen Kosten sinken. Eine weitere wichtige Errungenschaft ist die Installation eines Drehzahlreglers mit zwei Stufen am Motor. Hierdurch wir eine Steigerung des Maschinendrehmoments um 500 % und eine konstante Leistungsoptimierung ermöglicht. Im Vergleich zu früheren Konstruktionen führt dies letztlich zu einer Reduzierung der Energienutzung des Hauptmotors um 40 %. Ein letztes Merkmal ist eine Einheit, die Abfall aus dem Schneideverfahren in einfach entsorgbare Briketts verwandelt, und so für weniger Abfall sorgt, der einfacher zerkleinert werden kann. Hierdurch wird eine erhebliche Menge an Kühlmittel zurückgewonnen, das nicht als große Menge unaufbereiteten Klärschlamms entsorgt werden muss. „Ein ökologisches Ziel, welches das E-Optimum-Projekt erreicht hat!“, bemerkt Matteo Tonelli, kaufmännischer Geschäftsführer bei Comur und Koordinator des E-Optimum-Projekts.

Der Wettbewerbsvorteil

„Der Drehzahlregler mit zwei Stufen von E-Optimum wurde niemals im Bereich der Zahnradherstellung verwendet, nur für andere Chipherstellungswerkzeugmaschinen wie Bearbeitungszentren. Soweit wir wissen, hat unsere Konkurrenz keine solche Technologie“, erklärt Tonelli. Das Team ist besonders auf die Installation des automatischen Schneidemodus stolz. Dies ist etwas, das die Konkurrenz nur mit großem, kostspieligen Maschinenzubehör, das als Kippsäulenstruktur bezeichnet wird, schaffen kann. Abgesehen von den zusätzlichen Kosten für die Anschaffung dieser Ausrüstung, hat diese auch Auswirkungen auf die Genauigkeit, für die Maschinenbauer bei Prozessteilen ein Niveau von nur wenigen Mikrometern anstreben; und auf die Instandhaltung, da zwischen Bauteilen, die sich relativ zueinander bewegen, Verschleiß entsteht. „Wir haben keine Hinweise darauf, dass sich unsere Konkurrenz auf Ökodesignlösungen wie unsere energiesparende Technologie, Herstellung von Bauteilen und Ausrüstung oder Entsorgung von belastendem Abfall wie Schmiermittel und Kühlmittel fokussiert hat“, merkt Tonelli an.

Vom Prototyp zum marktfähigen Produkt

Tonelli meint, die EU-Fördermittel seien für die weitere Entwicklung dieses Projekts und auch für die Verbesserung der Forschung und Entwicklung in der Firma hilfreich. „Unsere Hoffnung in Bezug auf das E-Optimum-Projekt ist, dass es uns stärkere Produktionskapazitäten erreichen lässt, unser weiteres Wachstum, die Schaffung zusätzlicher Erwerbsmöglichkeiten und die Investition in hochmoderne Ausrüstung und Anlagen fördert“, sagt Tonelli.

Schlüsselbegriffe

E-Optimum, Zahnrad, Formung, Maschinen, Effizienz, Briketts, Kühlmittel, Ersparnisse

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