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European System for Improved Radiological Hazard Detection and Identification

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Europas radiologische Barriere verstärken

Welche Instrumente braucht die EU, um auf die nächste Welle radiologischer Bedrohungen vorbereitet zu sein?

Einige Seiten führen an, dass die beste Verteidigung darin besteht, auf alle potenziellen Bedrohungen vorbereitet zu sein. Die Erforschung und Vorbereitung der europäischen Verteidigung gegen chemische, biologische, radiologische, nukleare und explosive Bedrohungen (CBRNE) ist wichtiger als je zuvor. Das Team des EU-finanzierten Projekts EU-RADION hat sich besonders engagiert, um diese Aufgabe zu lösen. Mit dem ENCIRCLE-Katalog existiert eine allgemeine CBRNE-Schutzstrategie, aber die Arbeit von EU-RADION konzentrierte sich auf die Entwicklung eines fortgeschrittenen Systems zur Erkennung und Identifizierung radiologischer Bedrohungen.

Die Botschaft lautet Resilienz

Nach Angaben der Koordinierenden stärkt EU-RADION die Resilienz der Region gegenüber CBRNE-Bedrohungen durch die Bereitstellung von Instrumenten, die speziell auf die Bedürfnisse der Endnutzenden, in erster Linie der Einsatzkräfte der Ersthilfe und der Notfallmanagementbehörden, zugeschnitten sind. Dazu gehört ein breites Spektrum an Ressourcen, von fortgeschrittenen Sensorplattformen bis hin zu Sensoreinheiten, die in stationären Einrichtungen verwendet, auf unbemannten Fahrzeugen befestigt, oder von Personen getragen werden können. Außerdem werden Echtzeitdaten und vorhersagende Modellen über integrierte Lageerfassungsinstrumente bereitgestellt. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts im Februar 2024 können einige wesentliche Leistungen hervorgehoben werden. „Das Team des Projekts EU-RADION hat mit Erfolg seine Hauptziele erreicht und somit zu erheblichen Fortschritten bei der Erkennung und Identifizierung radiologischer Bedrohungen in der EU beigetragen“, merkt Projektkoordinator Łukasz Szklarski an. Zu diesen Errungenschaften zählen die Entwicklung von tragbaren, stationären und unbemannten Sensorplattformen, die mit der Sensorintegrationseinheit zur Echtzeiterkennung und -überwachung radiologischer Bedrohungen ausgestattet sind, sowie die erfolgreiche Erprobung des Systems in realistischen Szenarien, bei der seine Wirksamkeit und Robustheit unter verschiedenen Umweltbedingungen unter Beweis gestellt wurden. Auch die Entwicklung eines fortgeschrittenen Datenfusionsmodells, das die Fähigkeit zum Nachweis von Radionukliden erheblich verbessert, stellt eine entscheidende Komponente zur optimierten Erkennung und Bekämpfung radiologischer Gefahren dar.

Des Sensors Datenrätsel

Anhand der Ergebnisse des Projekts ist scheinbar alles nach Plan und ohne Hindernisse verlaufen. Die Realität sieht jedoch so aus, dass ein derartiges System zur radiologischen Abwehr mit mehreren Herausforderungen konfrontiert ist, und das „insbesondere bei der Integration und Entwicklung fortgeschrittener Sensorsysteme und Datenverarbeitungswerkzeuge“, wie Szklarski erklärt. Dies erforderte zudem eine effektive Zusammenarbeit und einen funktionierenden Wissensaustausch zwischen den internationalen Partnern, wozu regelmäßige Treffen, Workshops und eine umfangreiche Dokumentation zur Abstimmung der technischen Spezifikationen und Entwicklungsziele zählten. Ein weiteres komplexes Thema war die Koordinierung der Nutzung des Runehamar-Testtunnels in Norwegen zur abschließenden Demonstration, die eine sorgfältige Planung und Zusammenarbeit aller Projektpartner erforderte. „Nach dem Abschluss des Projekts EU-RADION richten sich unsere nächsten Schritte nach der Philosophie und den Richtlinien der Europäischen Kommission“, erläutert Szklarski. „Unser Ziel ist, die im Rahmen des EU-RADION-Projekts entwickelte Technologie weiter vorantreiben und verfeinern.“ Dazu gehören die Verfeinerung und Kommerzialisierung der entwickelten Sensorplattformen und Softwareinstrumente, um den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen der Nutzenden gerecht zu werden, sowie die kontinuierliche Zusammenarbeit mit Industriepartnern, Interessengruppen und Endnutzenden, um die Kapazitäten des Systems zu verbessern. Auch die Suche nach zusätzlicher Finanzierung, um die Ausweitung des Anwendungsbereichs des Projekts zu unterstützen, wird fortgesetzt. Szklarski erwähnt außerdem das Projekt CHIMERA, dessen Arbeit darauf abzielt, die Technologie auf Technologie-Reifegrad 8 zu bringen sowie die Erkennung biologischer und chemischer Signale in das innerhalb von EU-RADION entwickelte Echtzeit-Netzwerk zu integrieren. Mit dem Übergang zur weiteren technologischen Entwicklung und Kommerzialisierung wird der Beitrag des Projekts zur Resilienz Europas gegenüber CBRNE-Bedrohungen weiter wachsen, wobei das übergeordnete Ziel verfolgt wird, eine durch stärkeren Schutz realisierte sicherere Zukunft für alle zu gewährleisten.

Schlüsselbegriffe

EU-RADION, radiologische Bedrohungen, CBRNE-Bedrohungen, Sensorplattformen, Datenfusionsmodell, radiologische Detektion

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