Intelligenter Ladeassistent soll Marktakzeptanz von leichten Elektro-Nutzfahrzeugen fördern
Laut der Internationalen Energieagentur wurden auch im Jahr 2018 weltweit gesehen wieder Rekorde beim Verkauf von Elektrofahrzeugen (1,98 Millionen) gebrochen. Damit stieg der globale Bestand auf insgesamt 5,12 Millionen. Im genannten Jahr erreichte Europa mit seinen 385 000 Verkäufen Platz zwei der Weltrangliste. Von Anfang an war es Ziel des Projektes Konetik eLCV, den ersten auf maschinelles Lernen gestützten intelligenten Ladeassistenten überhaupt zu entwickeln. Dieser soll auf einem besonderen Algorithmus basieren, welcher vom koordinierenden Unternehmen Konetik erstellt wurde und fortschrittliches Energiemanagement mit Telematik kombiniert. Erfolg bei Potenzialanalyse und frischer Wind Es ist davon auszugehen, dass nun auf dem europäischen und internationalen Markt aufgrund erheblicher Einsparungen beim Laden von leichten Nutzfahrzeugen mit Elektroantrieb und verringerten Ausfallzeiten für die Kunden ein ganz neuer Wind wehen wird. Gemäß Schätzungen sollen bis zum Jahr 2022 5,1 Mio. EUR Gewinn generiert sowie 42 neue Arbeitsstellen allein auf Unternehmensebene geschaffen werden. Vor Beginn des Projektes hatte Konetik bereits einen automatisierten Berater erarbeitet, der Hilfestellung bei der Integration von Elektrofahrzeugen in Flotten bietet, indem er Auskunft darüber gibt, was mit Elektrofahrzeugen machbar ist und Fragen zur Ladeinfrastruktur beantwortet. Im Laufe des Projekts führte das Team von Konetik eLCV eine Potenzialanalyse durch und prüfte die technische und wirtschaftliche Machbarkeit. „Wir haben uns davon überzeugt, dass der auf künstlicher Intelligenz beruhende Ladeassistent sowohl aus technologischer als auch kommerzieller Sicht realisierbar ist“, berichtet Projektkoordinator Balazs Szabo. Im Zuge von Marktforschung und Wettbewerbsanalyse im Bereich Elektromobilität konnte festgestellt werden, dass sich mit der „Verbreiterung der Palette an Lösungen für E-Mobilität eine Konkurrenzsituation herausbildet“, wie auf der Projektwebseite nachzulesen ist. „Die Kombination von Daten zum Ladezustand und zum Standort mit Ladeinformationen erweist sich jedoch als immer noch kaum betretenes Gebiet.“ Die Partner beschäftigten sich darüber hinaus auch mit einem Geschäftsmodell sowie einer Strategie für den Markteintritt. Die Ergebnisse aus der technischen Machbarkeitsstudie und Rückmeldungen von Fuhrparkleitern für leichte Nutzfahrzeuge erlaubten es, einen Produktplan zusammenzustellen, der die Mindestanforderungen berücksichtigt. Gespräche mit Fuhrparkleitern und Sachverständigen für E-Mobilität bestätigten die Projekthypothese bezüglich Schwierigkeiten beim Lademanagement. Letztere betonten auch, dass der Kunde eine ganzheitliche Lösung benötigt. „Das Team hat ermittelt, dass ein derzeit nicht bedienter potenzieller Marktbedarf im Bereich der Verwaltung von leichten Elektro-Nutzfahrzeugen besteht“, erklärt Szabo. Weitreichende Wirkung Indem Konetik dafür sorgt, dass der Betrieb von Elektro-Flotten reibungslos abläuft, unterstützt das Unternehmen indirekt die Nullemissionsziele der EU. Der Koordinator erläutert: „Unser Fortschritt stellt einen weiteren Schritt in Richtung der Entwicklung einer breiteren nachhaltigen Mobilität dar, wodurch ein saubererer Verkehr möglich wird. Damit tragen wir zur Erreichung des Ziels einer Emissionsminderung um 60 % im Verkehrswesen innerhalb der EU bis zum Jahr 2050 bei.“ Dieses Ziel wird im „Weißbuch zum Verkehr“ der Generaldirektion Mobilität und Verkehr der Europäischen Kommission von 2011 angegeben. Rückblickend auf die Arbeit und die Ergebnisse dieses KMU-Projekts der Phase 1 drückt Szabo aus, wie stolz das Team darauf ist, erfolgreich ein potenzielles Nischenmarktbedürfnis entdeckt und diese Erkenntnis bestätigt zu haben. „Gestützt auf unsere Technologie und Marktforschung kann unser auf künstlicher Intelligenz basierender Ladeassistent den reibungslosen Geschäftsablauf beim Einsatz von Flotten leichter Elektro-Nutzfahrzeuge gewährleisten“, sagt er. Für die Zukunft hat Konetik eine Produktweiterentwicklung sowie die Ausarbeitung der Markteintrittsstrategie für den auf künstlicher Intelligenz beruhenden Ladeassistenten ins Auge gefasst. „Wir haben vor, unsere neue Dienstleistung ab 2020 auf dem europäischen Markt anzubieten“, schließt Szabo.
Schlüsselbegriffe
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