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Einzelne Erstellende von Inhalten hüten ihr Medienuniversum

Eine vernetzte Konstellation von Knotenpunkten für die Verwaltung von Medienbeständen unterstützt die gemeinsame Erstellung und Nutzung von Medien, den Schutz der Rechte an geistigem Eigentum und die Monetarisierung.

Zu Beginn des neuen Jahrtausends wandelte sich das Internet rasch zu einer Plattform, die Nutzende ermutigte, Inhalte zu erstellen und zu teilen, anstatt sie nur zu konsumieren. Wenige Jahrzehnte später sind von Nutzenden erstellte Inhalte allgegenwärtig – praktisch jeder Mensch mit minimalen technischen Kenntnissen kann Inhalte hochladen und ein Millionenpublikum erreichen. Parallel dazu haben die gängigen digitalen Plattformen eine extreme Macht über die Zugangskontrolle erlangt. Sie sind entscheidend wichtig dafür, ob Inhalte gefördert oder entfernt werden und wie Inhalte monetarisiert werden. Ziel des EU-finanzierten Projekts MediaVerse ist es, die Kontrolle wieder in die Hände der Erstellenden von Inhalten zu legen. Das Projektteam stellte frei zugängliche Instrumente zur Verfügung mit denen jede Person die Möglichkeit erhält, Medien zu erstellen und weiterzugeben und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Rechte an geistigem Eigentum und ihre Einnahmequellen zu behalten.

Bahnbrechende Technologie für Erstellende von Inhalten

MediaVerse ist eine frei verfügbare Technologieplattform – eine Kombination aus Instrumenten, Anwendungen und Diensten, die so konzipiert ist, dass sie mit bestehenden Workflows und Instrumenten der Medien, auch denen großer Medienunternehmen, zusammenarbeitet. Sie integriert eine Fülle modernster IKT, darunter KI-basierte Medienkommentare und -abfragen, dezentrale Beteiligungsysteme und Blockchain-basierte Instrumente für den Schutz von Rechten des geistigen Eigentums und Zahlungen. Sie umfasst außerdem die Analyse sozialer Medien, virtuelle Realität und Mensch-Computer-Schnittstellen. Projektkoordinator Symeon Papadopoulos vom Zentrum für Forschung und Technologie Hellas kommentiert: „MediaVerse verhilft Nutzenden dazu, ‚Knoten‘ – dezentralisierte Medienverwaltungssysteme – einzurichten, die miteinander interagieren können. Die Nutzenden erhalten die Möglichkeit, ihre Medieninhalte entweder über ihren Knotenpunkt oder über andere Knotenpunkte des MediaVerse-Netzwerks zu lizenzieren und auf fortschrittliche Erstellungs- und Medienverwaltungsdienste und -instrumente zuzugreifen.“ Zudem unterstützt „FADER“ auch Personen ohne Programmierkenntnisse in der Erstellung hochwertiger interaktiver 360°-Erlebnisse und „VROdos“ ist ein Plug-in zur Automatisierung der Visualisierung von 3D-Modellen in WordPress.

Bürgerjournalismus, kreative Kollaboration im Bereich Medien und Kunst

MediaVerse demonstrierte seine Plattform in drei unterschiedlichen Anwendungsfällen. Eine davon erlaubte es den Privatpersonen, auf faire und transparente Weise zu den journalistischen Prozessen der Rundfunkanstalten beizutragen, wobei KI-basierte Instrumente für Rundfunkanstalten die Verwaltung und Überprüfung von Medienrechten unterstützen. Eine weitere Maßnahme senkte die Hürde für den Einsatz von Instrumenten zur Erstellung immersiver Inhalte. Sie half Menschen, die von Ausgrenzung bedroht sind, – darunter auch Migrierte und Menschen mit Behinderungen – auf einfache Weise immersive Mediengeschichten zu erstellen und zu teilen. Mit der dritten wurde das Potenzial von MediaVerse als Kanal für Kunstschaffende untersucht, um ihre Kreativität auszudrücken und ihre künstlerischen Inhalte zu vermarkten.

Prophetischer Fokus auf KI-basierte Instrumente

Angesichts des Anspruchs und des Umfangs des ursprünglichen Vorschlags war es keine leichte Aufgabe, eine durchgängig funktionierende Lösung bereitzustellen. „Wir haben nicht nur unsere ursprüngliche Vision verwirklicht, sondern sie in mancher Hinsicht übertroffen und sind über den aktuellen Stand der Technik hinausgegangen. Ein hervorragendes Beispiel ist die Bereitstellung mehrerer hochmoderner KI-gestützter Medienkommentar- und Suchfunktionen in einer einzigen webbasierten Anwendung, die auch für Laien im KI-Bereich einfach zu bedienen ist“, erklärt Papadopoulos. Er kommentiert weiter: „Angesichts der Kontroversen, die im Zusammenhang mit der Lizenzierung von Medieninhalten für das Training großer KI-Modelle entstehen, ist unsere Arbeit an der Schnittstelle von KI-gestützter Medienkommentierung und -abfrage und KI-gestützter Verwaltung und Lizenzierung von Medienrechten äußerst aktuell geworden. Sie ist so positioniert, dass sie für viele Anwendungsfälle einen echten Mehrwert bietet.“ Papadopoulos lädt alle, die an einer Zusammenarbeit interessiert sind, mit ihm Kontakt aufzunehmen. MediaVerse hat die Erstellenden von Inhalten wieder in eine bestimmende Position gebracht und sorgt mit fortgeschrittenen Instrumenten zur Kontrolle ihrer Rechte an geistigem Eigentum und der Medienverbreitung für eine erhöhte Sicherheit.

Schlüsselbegriffe

MediaVerse, Medien, KI, Erstellende von Inhalten, Kommentierung und Abfrage, Medienverwaltung, IKT, geistiges Eigentum, Rechte an geistigem Eigentum, immersive Inhalte, Blockchain

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